Liebe Newsletterleserin, lieber Newsletterleser,
der Frühling ist da, und das kann nur eins bedeuten: Buchmesse in Leipzig!
Praktisch alle Autorinnen und Autoren, mit denen ich mich je über Buchmessen ausgetauscht habe, mögen die Leipziger Buchmesse lieber als die in Frankfurt am Main. Als Grund kommt in der Regel die unterschiedlichen Ausrichtung der beiden Messen zur Sprache – Frankfurt ist stärker auf das Geschäftliche fokussiert, Leipzig mehr aufs Literarische. Gelegentlich finden auch noch die Größe des Messegeländes, das Stadtbild und das März- bzw. Oktoberwetter Erwähnung.
Ich selbst bin in dieser Frage hin- und hergerissen. Sicher, auf der Leipziger Messe ist es klasse. Aber als alter Langener, der in Frankfurt gewohnt und studiert hat, bin ich im Hinblick auf die dortige Buchmesse natürlich voreingenommen. Sie ist sozusagen meine Hausmesse. Ich will es daher so ausdrücken: Ich fahre gerne nach Frankfurt, und ich fahre gern nach Leipzig, denn beide Messen haben ihre Highlights. Der Rest ist Geschmackssache.
Mein diesjähriges Highlight auf der Leipziger Buchmesse waren übrigens die Unterhaltungen mit anderen Autor:innen; genauer gesagt: die Zufriedenheit, die ich in vielen dieser Unterhaltungen heraushören konnte. Bestimmt kennst du das: Man trifft alte (oder neue) Bekannte und beschwert sich nach spätestens drei Sätzen darüber, wie schwierig alles ist. Man schimpft über Messestress und Kulturstaatsminister, über Deutsche Bahn, Autobahnbaustellen und die Zustände im Allgemeinen. Aber in diesem Jahr war es anders: Bei der einen hörte ich aus jedem Satz heraus, wie sehr sie ihren Beruf liebt; der andere erzählte mir von seinen ersten beiden Verlagsveröffentlichungen, die er sich mit jahrelanger Beharrlichkeit erkämpft hat; jemand Drittes wiederum versprühte ungezügelte Freude darüber, auf der Leipziger Buchmesse zu sein und vier Tage lang mit Gleichgesinnten das Lesen zu feiern.
Das fand ich toll!
Und noch toller ist, wie mich die ganze Positivität angesteckt hat. Ich denke seitdem verstärkt darüber nach, was alles gut läuft. Zum Beispiel:
Klar gibt es auch Dinge, die nicht ganz so gut laufen. Doch auch bei diesen versuche ich, die positiven Seiten zu sehen:
Ich wünsche dir einen sonnigen Frühling!
Tobias
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Tobias Radloff, Schriftsteller
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